Für Arbeitgeber

Wenn Mitarbeitende oder Kollegen von dir im Spektrum sind, oder du planst jemandem im Spektrum anzustellen, dann ist diese Seite für dich..

Erst einmal finde ich es ganz toll, wenn du mit dem Gedanken spielst, jemandem im Spektrum anzustellen. Oder wenn du sogar schon Autisten eingestellt hast. Vielleicht war es auch wie bei mir, und einer deiner Mitarbeitenden hat erst spät die Diagnose Autismus erhalten?

So oder so, da du meine Seite hier liest, zeigt, dass du dich mit der Thematik auseinandersetzt. Daher möchte ich mein Bestes tun, dich mit hilfreichen Informationen und meinen besten Tipps & Tricks zu unterstützen. Denn Neurodiversität im Unternehmen rockt – sofern du die richtigen Bedingungen schaffst, dass jemand mit einer autistischer Wahrnehmung sein volles Potential ausschöpfen kann.

Als aller erstes solltest du damit beginnen, dich mit dem Thema Autismus-Spektrum-Störungen auseinander zu setzen. Was bedeutet es eigentlich heutzutage Autist zu sein? Welche Dinge sind eine Herausforderung? Wo liegen aber auch konkret die Stärken?

Ich möchte dir das gern an ein paar Beispielen aufzeigen:

BEISPIEL 1 – GNADENLOSE EHRLICHKEIT

Du kannst es als Stärke ansehen, wenn ein Autist dir gerade heaus, seine ehrliche Meinung sagt. Ja, genau! Denn damit wird dir beispielsweise eine Schwäche im Prozess oder im Unternehmen aufgezeigt.

Andererseits ist diese gnadenlose Ehrlichkeit auch einfach schonungslos..

Mir ist das auch schon passiert, das ich gerade heraus meine Meinung gesagt habe. Ich tue dieses nicht aus böser Absicht. Sondern einfach, weil ich in dem Moment nicht anders kann und vor allem weil ich es eigentlich gut meine mit meinem Gegenüber.

Wenn das allerdings mein Gegenüber in den falschen Hals bekommt und sich angegriffen fühlt, dann haben wir beide ein Problem.

BEISPIEL 2 – ROUTINEN, ROUTINEN UND NOCHMALS ROUTINEN

Autisten brauchen ihre Routinen und Rituale, wenn diese gestört werden, kann das zu einem ziemlichen Stress führen. Ich selbst habe feste Zeitpläne. So gehe ich beispielsweise jeden Tag im Büro pünktlich zur selben Zeit zu meinen Kollegen, um sie zum Mittagessen abzuholen. Wenn da etwas dazwischen kommt, kann das, wenn ich einen schlechten Tag habe, schonmal schwierig sein.

Daher, bist du bereit gewisse Abläufe einzuhalten und dafür einen gewissen Raum zu schaffen?

Manchmal können das schon Kleinigkeiten sein, die mir als Autistin helfen. Auch wenn diese Dinge auf andere belustigend wirken können.

Wiederum möchte ich dir auch zeigen, was an diesen Routinen eine ziemliche Stärke sein kann. Denn diese Routinen bzw. Strukturen führen beispielsweise dazu, dass auch die Teammitglieder von dieser Stabilität profitieren können. Arbeitsabläufe werden klarer und die Kommunikation innerhalb des Teams – auch gerade in der Kombination mit der gnadenlosen Ehrlichkeit – kann effektiver werden. Sofern sich das Umfeld darauf einlässt.

Teamwork rockt 🙌🏻
(Neuro-)Diversity rockt 🤘🏻

WEITERE BEISPIELE

Hier findest du mehr Beispiele an Kombinationen von autistischen Stärken und Schwächen, wie z.B die Detailwahrnehmung und weitere Besonderheiten in der Kommunikation. Sowie weitere hilfreiche Tipps für den Berufsalltag.

Folgendes möchte ich dir noch mitgeben: Es soll dir bewusst werden, dass du, wenn du einen Menschen mit autistischer Wahrnehmung einstellen möchtest, auch du dann ab und an mal um die Ecke denken musst. Damit es für alle Seiten ein motivierendes, stressfreies und produktives Arbeiten sein kann.

Dafür schreibe ich mit der Zeit folgende Artikel – habe da bitte etwas Geduld mit mir – vielen Dank!

Wie alles beginnt – die Bewerbungsphase

  • Artikel: Diversity Programme
  • Artikel: Bewerbungsunterlagen / Zeugnisse
  • Artikel: Vorstellungsgespräch mal anders

Zugesagt – Vorbereitung auf den ersten Tag

  • Artikel: Einarbeitungsprogramm
  • Artikel: Kennenlernen vom Team
  • Artikel: Kontakt bis zum Arbeitsbeginn
  • Artikel: Vorbereitung vom Team Lead & dem Team

Der erste Arbeitstag & die ersten paar Wochen

  • Artikel: Einen guten Start in den ersten Arbeitstag
  • Artikel: Warum sich jetzt das Einarbeitungsprogramm bezahlt macht
  • Artikel: Regelmässige Feedbackgespräche
  • Artikel: Therapeuten, Jobcoach & weitere Hilfen

Das erste Anstellungsjahr und dann?

  • Artikel: Das Mitarbeitergespräch
  • Artikel: Ziele & Perspektiven

Was tun, wenn Herausforderungen am Horizont auftauchen?

  • Artikel: Reizüberflutungen im Büro – Was kann man da tun?
  • Artikel: Umgang mit Absenzen
  • Artikel: Projektwechsel
  • Artikel: Umbau
  • Artikel: Bezugsperson wechselt
  • Artikel: Standortwechsel
  • Artikel: Geschäftsreise